MELDUNGEN

30.11.2015
Gesundheitsministerin informiert sich über Modernisierung und Palliativstation
Rund 5.000 Quadratmeter Nutzfläche, verteilt auf sieben Ebenen, umfasst der Neubau des Klinikums St. Marien Amberg. Er ist mit 60 Millionen Euro das bislang umfangreichste und teuerste Bauprojekt in der Geschichte des Klinikums. Anfang 2016 wird der Bauabschnitt 4 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Gesundheitsministerin Melanie Huml informierte sich jetzt über den aktuellen Stand dieser Baumaßnahme und weiterer anstehender Projekte des Klinikums. Einblick verschaffte sie sich auch in die Arbeit auf der Palliativstation, die in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feiert.

Vier Jahre dauerte es bis zur Fertigstellung des Bauabschnitts 4. „Die Erweiterung des Klinikums ist ein wichtiger Schritt, um Patienten regional wie überregional auch in Zukunft optimal und auf medizinisch höchstem Niveau versorgen zu können“, so Manfred Wendl in seiner Begrüßungsrede, in der er auch einen Ausblick auf weitere Bauprojekte gab. Er dankte der Ministerin auch für die Förderung der Maßnahmen durch den Freistaat Bayern.

Unter dem Dach des Neubaus finden Patienten künftig verschiedene Funktionsbereiche wie beispielsweise die Frauenklinik, die Unfallchirurgie, Radiologie oder den Aufwachraum. Auf dem Dach entsteht ein Hubschrauberlandeplatz. Durch die räumliche Nähe zu Notaufnahme und Schockraum können Schwerverletzte so künftig noch schneller untersucht und behandelt werden. Wertvolle Zeit, die gerade im Notfall über Leben und Tod entscheiden kann. Doch auch für alle anderen Patienten und die Mitarbeiter des Klinikums bringt der Neubau erheblichen Mehrwert: Die Raumsituation wurde für die in diesem Gebäudeteil untergebrachten Bereiche deutlich verbessert. Außerdem profitieren Patienten von kürzeren Wegen zu den Untersuchungs- und Behandlungszimmern. Eine hochmoderne technische Ausstattung soll zudem helfen, Diagnose- und Behandlungsverfahren weiter zu verbessern – zum Wohle der Patienten.

Im Anschluss an die Führung durch Teile des Neubaus mit den Bereichen Herzkatheterlabor, internistische Funktionsdiagnostik, Endoskopie, Intensivstation und Intermediate Care Station besuchte Gesundheitsministerin Huml die Palliativstation des Klinikums. Die im Jahr 2005 gegründete Station feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum. Hier werden schwerstkranke Menschen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist, in ihrem letzten Lebensabschnitt betreut und behandelt. Das Besondere auf der Station: Der gesamte Tagesablauf richtet sich nach den Bedürfnissen der Patienten. Neben der Linderung von Schmerzen und belastenden Symptome steht vor allem die einfühlsame und fürsorgliche Pflege im Vordergrund. Eine Aufgabe, die in Hinblick auf die aktuelle Debatte um Sterbehilfe immer mehr an Bedeutung gewinnt. Chefarzt Prof. Dr. Volker Groß, Oberarzt Dr. Jochen Pfirstinger und Stationsleiter Tobias Reif führten die Ministerin durch die Station, die sich auch optisch deutlich von den anderen Stationen im Klinikum unterscheidet und eine wohnliche Atmosphäre bietet. 2013 wurde die Station aufgrund der starken Auslastung verlegt und erweitert. Acht Einzelzimmer stehen den Patienten derzeit zur Verfügung. Ein weiterer Ausbau ist in den kommenden Jahren geplant, da der Bedarf für Palliativ-Versorgung weiter steigt. Seit zwei Jahren arbeitet bereits ein Team des Klinikum in der ambulanten Palliativversorgung schwerstkranker Kinder. Jetzt ist auch eine sogenannte Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung für Erwachsene, kurz SAPV, gemeinsam mit Kooperationspartnern aus dem Landkreis Neumarkt im Aufbau. Hier werden spezialisierte Pflegekräfte und Ärzte die Patienten zuhause betreuen, im Notfall auch rund um die Uhr. Mit dem SAPV-Team soll die Lücke in der ambulanten palliativmedizinischen Versorgung in der Stadt Amberg und den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neumarkt geschlossen werden.

Beim „Tag der offenen Tür“ am 10.01.2016 haben übrigens alle Interessierten die Gelegenheit, den Neubau des Klinikums zu besichtigen und sich über die Abteilungen und deren Leistungen zu informieren. Ab 13 Uhr bietet das Klinikum im Halbstundentakt Führungen an, bei denen alle Fragen rund um den Neubau beantwortet werden.


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