MELDUNGEN

19.10.2015
Blaues Licht bei Knochenbrüchen - Innovatives OP-Verfahren
Um auch Osteoporose-Patienten nach Knochenbrüchen bestmöglich versorgen zu können, kommt im Amberger Klinikum seit einiger Zeit ein innovatives Operationsverfahren zum Einsatz: IlluminOss ® – blaues Licht im OP.
Bei diesem Verfahren werden Knochenbrüche mit einem speziellen Kunststoff repariert. „Dafür wird ein kleiner Katheter, an dem ein Ballon befestigt ist, in den Knochen eingeführt. Anschließend füllen wir den Markraum mit dem flüssigen Spezialkunststoff“, so Dr. Bauer. „Der Kunststoff passt sich der individuellen Struktur des Knochens des jeweiligen Patienten genau an. Mithilfe eines Lichtleiterkabels, das auch im Ballonkatheter liegt, bestrahlen wir den Kunststoff dann mit sichtbarem ‚Blau‘-Licht. Nach einigen Minuten ist der Kunststoff ausgehärtet und sorgt ab sofort für Stabilität.“ Knochenbruch-Reparatur in Lichtgeschwindigkeit sozusagen. Einfach, aber wirkungsvoll, denn die Patienten können in der Regel sofort mobilisiert werden. Dr. Bauer und sein Team sind in der Region Amberg-Sulzbach Pionieren in Sachen Kunststoff-Licht-Knochenbruchbehandlung.

Reicht diese Stabilisierung mit IlluminOss ® alleine nicht aus, können die Unfallchirurgen zusätzlich noch Platten und Schrauben zur Fixierung verwenden. Denn durch den Kunststoff sind die vorher porösen Knochen wieder stabil, eine Befestigung der Schrauben ist so kein Problem mehr. „Wir verwenden dieses neue Verfahren ausschließlich bei älteren und hochbetagten Patienten mit Osteoporose, wenn also zu erwarten ist, dass Schrauben und Platten wegen der schlechten Knochenqualität nicht ausreichend stabil verankert werden können“, so der Experte. „Brüche bei jungen Patienten versorgen wir auch weiterhin mit Platten und Schrauben. Diese Methode hat sich sehr gut etabliert, weil sie sehr wirksam ist.“


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