DER PFLEGE- UND FUNKTIONSDIENST

Intensivmedizinische Außenbetreuung, CCOT

Seit 2010 gibt es im Klinikum St. Marien Amberg ein „Betreuungsteam für kri­tisch kranke Patienten au­ßerhalb der Intensivstation“.

Das Critical Care Outreach Team (CCOT) ist ein speziell eingerich­tetes Team, das sich um kritisch kran­ke Patienten kümmert, die nicht auf der Intensivstation liegen, aber ei­ner intensiveren Betreuung als die üb­lichen Patienten auf der Normalstati­on bedürfen. Kurz gesagt handelt es sich dabei um eine „Intensivmedizini­sche Außenbetreuung“.

Ursprünglich stammt die Einrichtung des so ge­nannten CCOT aus England. Mittlerweile ist diese Einrichtung auch in Amerika und Australien, zum Teil auch unter anderem Namen wie MET "Medical Emergency Team", sowie in zwei Kliniken in Österreich behei­matet. In Deutschland gibt es noch keine funktionierenden Strukturen, aber einige Absichtserklärungen so etwas ähnliches wie ein CCOT einzurichten. Das Klinikum St. Marien in Amberg ist somit das erste Haus, das diese Idee aufgegriffen und bereits zum 1. Januar 2010 mit der Schaf­fung einer neuen Stelle des CCOT- Lei­ters umgesetzt hat.

Das Einsatzziel ist vorrangig das rechtzeitige Erkennen einer Krisensi­tuation und das Abfangen einer kri­senhaften Entwicklung im Krankheisverlauf eines Patienten. Das frühzeiti­ge Eingreifen des CCO-Teams kann die Aufnahme von Patienten auf die Intensivstation verhindern, somit die Schwere des Krankheitsverlaufs redu­zieren, was für den Patienten einen kürzeren Krankenhausaufenthalt be­deuten kann. Das Team steht auch für die „Nach­betreuung“ der von der Intensivstati­on abverlegten Patienten bereit, um den „Versorgungssprung“ von Inten­siv- auf Normalstation quasi abzufe­dern. Der kritisch kranke Patient wird regelmäßig durch das Team besucht, wodurch frühzeitig drohende Kompli­kationen abgewandt werden können.

Im Zeitraum von 2010 bis 2013 waren vornehmlich Patienten mit künstlichem Atmeweg (Tracheostoma, "Luftröhrenschnitt") zu betreuen. Die trachealkanülenbedingte Wiederaufnahmerate dieser Patienten auf die Intensivstation konnte deutlich gesenkt werden. Des Weitern zeigte sich, dass die Möglichkeit das CCO- Team für die Anlage von Gefäßkathetern (ZVK), Lungenspiegelungen (Bronchoskopie) und Blutgasanalysen zu rufen, häufig zum Patientenwohl genutzt wurde.

Dem CCO-Team obligt auch die Schulung der Pflegekräfte und Ärzte vorwiegend der internistischen und neurologieschen Normalstationen im Umgang mit Trachealkanülen, Basis- sowie Erweiterten Wiederbelebungsmaßnahmen und im Erkennen und Management medizinischer Komplikationen. Darüber hinaus wird der Einsatz von Überwachungs- (SpO2) und Beatmungsgeräten (Heimbeatmungsgeräte) geschult.

Mit dem neuen CCO-Team ist das Klinikum zum Referenzzentrum für andere Kliniken geworden und nimmt weiterhin eine Vor­reiterrolle ein.

Ein direkter und zeitnaher Einsatz des CCO-Teams in akuten Situationen ist durch eine eigene Alarmkette ge­währleistet.

Der Leiter des CCOT ist Tobias Meindl. Er ist Gesund­heits- und Krankenpfleger mit einer Fachweiterbildung zum Krankenpfle­ger für Intensivpflege und Anästhesie, sowie Medizinprodukte-Beauftragter. Meindl ist direkt der Pflegedirektion zugeordnet. Mit seinem Erfahrungshintergrund in intensivmedizinischen Fragestellungen (langjähriger Mitarbeiter der internistischen Intensivstation) ist Tobias Meindl für diese Aufgabe geradezu prädestiniert. Zusammen mit einem der Oberärzte der medizinischen Intensivstation,  Dr. Stefan Schmid, bildet er das Team der „Intensivmedizini­schen Außenbetreuung“.
Mitarbeiter der Pflegedirektion
Tobias Meindl
Mitarbeiter der Pflegedirektion
CCOT Leader / Ltg. Sozialteam
Tel.: +49 9621 38-1662
Fax: +49 9621 38- 901662
E-Mail: meindl.tobias(at)klinikum-amberg.de
E-Mail: meindl.tobias(at)klinikum-amberg.de