GESUNDHEITSZENTRUM ST. MARIEN

Häufige Fragen

Mit welcher Strahlenart werde ich behandelt?
Strahle ich nach Bestrahlung selbst / besteht eine Gefahr für meine Familie?
Wie oft werde ich bestrahlt?
Ist eine Behandlungspause möglich?
Bekomme ich Verbrennungen?
Muss ich nüchtern zur Behandlung kommen?
Fallen die Haare durch Bestrahlung aus?
Darf ich mich waschen?

Was passiert, wenn die Anzeichnungen verblassen?

Was sieht man auf den Kontrollaufnahmen, die während der Therapie gemacht werden?
Kann ich etwas einnehmen, was die Behandlung verträglicher macht?
Muß ich während Bestrahlung auf die Ernährung achten?
Vertragen sich die Medikamente mit der Bestrahlung?
Kann ich während der Strahlentherapie arbeiten?
Kann ich selbst mit dem Auto zur Strahlentherapie fahren?
Werden meine Fahrtkosten von der Krankenkasse übernommen?
Muss ich meine Ernährung während der Strahlentherapie umstellen?
Wie kann ich die Angst vor der Strahlentherapie bewältigen?

Mit welcher Strahlenart werde ich behandelt?
Die Behandlungen von außen (perkutan) werden heutzutage mit sogenannten Linearbeschleunigern durchgeführt. Damit werden Photonen- und Elektronenstrahlen erzeugt und – je nach dem Behandlungsziel – in der Tiefe des Körpers oder an der Oberfläche eingesetzt.
Photonenstrahlen sind Röntgenstrahlen mit einer sehr viel höheren Energie als bei einem normalen Röntgenbild. Genau wie beim Röntgen auch, kann man den Strahl nicht spüren, er tut nicht weh.

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Strahle ich nach Bestrahlung selbst / besteht eine Gefahr für meine Familie?
Die Strahlen durchdringen die behandelten Anteile des Körpers. Wenn Sie nach der Strahlentherapie den Behandlungsraum verlassen, nehmen Sie keine Strahlung mit, Sie sind nicht "radioaktiv“. Ihre Familie und Ihre Umgebung werden durch die Strahlentherapie nicht belastet oder gefährdet.

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Wie oft werde ich bestrahlt?
Die Bestrahlung wird auf mehrere Portionen aufgeteilt. Wie groß diese sind und wie viele nötig werden, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:
  • von der Tumorart (Strahlenempfindlichkeit des Tumors)
  • von der Lage der zu bestrahlenden Region und der Risikoorgane in der
    Umgebung (Strahlenempfindlichkeit der gesunden Nachbarorgane)
  • vom Behandlungsziel (Heilung oder Symptomlinderung)

Wir behandeln an 5 Tagen in der Woche (Montag bis Freitag), einmal täglich. Die Gesamtzahl der Behandlungen hängt von der notwendigen Bestrahlungsdosis für eine erfolgreiche Strahlentherapie ab. Diese wird individuell vor der Behandlung von einem Arzt mit Ihnen besprochen. Schon während der Planung können Änderungen der Bestrahlungsanzahl und -dosis notwendig sein, wenn man z.B. ein gesundes Organ schonen muss oder auf eine Belastung durch vorhergehende Bestrahlung Rücksicht nimmt. Außerdem muss man eventuell entstandene Pausen kompensieren und Ihren Zustand berücksichtigen, so dass sich durchaus auch noch während der Therapie die Anzahl der Bestrahlungen ändern kann.

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Ist eine Behandlungspause möglich ?
Die Strahlentherapie zu unterbrechen oder früher abzubrechen, ist nicht ratsam. Der Effekt der Behandlung lebt nicht nur von der täglichen Strahlendosis, sondern vor allem davon, dass eine definierte Gesamtdosis in einer bestimmten Zeit eingestrahlt wird. Wenn man diese Zeit verlängert oder die Dosis durch Therapieabbruch verringert, kann der Erfolg der Strahlentherapie gefährdet sein oder sogar ganz ausbleiben.

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Bekomme ich Verbrennungen?
Unter der Strahlenbehandlung kann es zu Rötungen und Überwärmungen der Haut kommen. Blasenbildung und offene Stellen der Haut sind glücklicherweise eine Ausnahme. Die Gefahr von Hautrötungen hängt von der zu bestrahlenden Region ab. Die Haut im Gesichtsbereich und Dekolleté ist empfindlicher als beispielsweise die Haut am Bauch.  Schleimhaut (Genitalbereich, Mundhöhle) reagiert sensibler als normale Haut. Ist die Haut  selbst Zielgebiet der Strahlentherapie, können stärkere Rötungen und Hautreaktionen auftreten. Selbstverständlich beraten wir Sie im Aufklärungsgespräch über die Hautpflege.

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Muss ich nüchtern zur Behandlung kommen?
In der Regel können Sie sowohl vor der Untersuchung als auch der Behandlung ganz normal essen. Nur für die Bestrahlung des Magens (Behandlung von Magentumoren) kann es notwendig sein, dass Sie nüchtern zu uns kommen. In seltenen Fällen muss bei der Planungsuntersuchung ein Kontrastmittel gespritzt werden. Auch dazu müssen Sie nüchtern sein – selbstverständlich werden wir Sie dann rechtzeitig informieren.
 
Fallen die Haare durch Bestrahlung aus?
Haarausfall tritt immer nur im Bestrahlungsfeld auf. Das heißt, das Kopfhaar fällt bei Bestrahlungen am Kopf aus, der Bartwuchs bleibt für kurze Zeit bei Bestrahlung im Gesicht/Hals aus und bei Bestrahlungen im Becken (Prostata, gynäkologische Tumoren) können die Schamhaare ausfallen. In den allermeisten Fällen wachsen die Haare zwei bis drei Monate nach Ende der Bestrahlung wieder nach.

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Darf ich mich waschen?
Im Rahmen des Aufklärungsgespräches gehen die ärztlichen Kollegen ausführlich auf die richtige Hautpflege bei Bestrahlungen ein.
Als Faustregel gilt:
  • keine Vollbäder während des Behandlungszeitraumes + 14 Tage danach
  • kein Schwimmen während des Behandlungszeitraumes + 14 Tage danach
  • keine Saunabesuche während des Behandlungszeitraumes + 14 Tage danach
  • Duschen mit lauwarmen Wasser, nicht länger als 10 Minuten, im
    Bestrahlungsgebiet nicht länger als 2 Minuten
  • das Bestrahlungsgebiet wenn möglich nur jedes 2. Mal mit sehr milder Seife waschen
  • nach dem Waschen nicht trocken rubbeln, sondern mit dem Handtuch vorsichtig
    abtupfen oder kalt fönen

Sitzbäder mit einem Gerbstoff (Tannolact®, Kamille) bei Bestrahlungsreaktion im Anal- oder Intimbereich mehrmals täglich (2-5 x) für maximal 4-5 Minuten
Haarwäsche bei Kopfbestrahlung mit einem milden Babyshampoo
Immer auf die Markierungen für die Bestrahlung achten!

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Was passiert, wenn die Anzeichnungen verblassen?
Wir schützen unsere Anzeichnungen mit durchsichtigem Pflaster und während der Strahlentherapie kommen Sie in der Regel täglich zu uns. Das bedeutet, dass wir Ihre Markierungen nachzeichnen. Sollte es über das Wochenende trotzdem einmal passieren, dass die Anzeichnungen verblassen oder die Pflaster sich ablösen, sagen Sie uns bitte am nächsten Behandlungstag Bescheid, damit wir Ihre ordnungsgemäße Lagerung während der Bestrahlung überprüfen können.

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Was sieht man auf den Kontrollaufnahmen, die während der Therapie gemacht werden?
Während der Bestrahlungstherapie machen wir in regelmäßigen Abständen Kontrollaufnahmen. Viele Patienten fragen danach die Ärzte, ob schon ein Behandlungserfolg sichtbar ist. Bei diesen Kontrollaufnahmen überprüfen wir jedoch nur, ob Ihre Lagerung bei der Bestrahlung noch korrekt ist. Denn über den Behandlungszeitraum von mehreren Wochen treten immer wieder kleine Verschiebungen auf, die von uns entsprechend korrigiert werden müssen. Bei den Kontrollaufnahmen handelt sich also nicht um diagnostische Bilder, auf denen die Ärzte den Tumor erkennen.

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Kann ich etwas einnehmen, das die Behandlung verträglicher macht ?
Es gibt kein Vitamin oder  Mineralstoff, der alle Nebenwirkungen einer Strahlentherapie oder Chemotherapie verhindert.

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Muß ich während Bestrahlung auf die Ernährung achten?
Im Allgemeinen ist eine abwechslungsreiche Kost empfehlenswert.
Immer dann wenn der ein Teil des Verdauungstraktes (Mundhöhle, Speiseröhre, Magen und Darm) im Bestrahlungsfeld liegt, können Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll sein, z. B. der Verzicht auf:
  • fettige Speisen (schwer verdaulich)
  • blähende Gemüsesorten (Rohkost, Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln)
  • säurereiches Obst (Zitrusfrüchte, Äpfel)
  • scharf Angebratenes und intensive/scharfe Gewürze
  • kohlensäurereiche und alkoholische Gretränke
  • Fruchtsäfte, Kaffee

Auch während unserer Behandlung gilt die Regel "gesundes Essen ist gesund". Günstig ist eine vollwertige Ernährung, die alle Nährstoffe, die der Mensch zum Leben braucht, in ausgewogenem Maße enthält. Auf die Zufuhr von hochwertigem Eiweiß (Fisch, Geflügel) sollte geachtet werden.
Wiegen Sie sich bitte während Ihrer Therapie regelmäßig und informieren Sie uns, wenn Sie Gewicht verlieren sollten, damit wir gemeinsam die geeigneten Maßnahmen einleiten können.

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Vertragen sich meine Medikamente mit der Bestrahlung?
Fast alle Medikamente können während einer Strahlentherapie problemlos weiterhin eingenommen werden. Wechselwirkungen oder eine Erhöhung der Strahlenempfindlichkeit sind selten. Ausgenommen sind Johanniskrautpräparate: Sie sollten während der Bestrahlung nicht eingenommen werden.
Bitte informieren Sie uns bereits beim Aufklärungsgespräch über alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, damit wir Sie entsprechend beraten können.

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Kann ich während der Strahlentherapie arbeiten?
Ob Sie Ihrem Beruf nachgehen können, hängt von der Belastung durch die Behandlung, aber auch von Ihrer Arbeitsbelastung ab. Manchmal  können Tätigkeiten, die wenige Tage vorher problemlos möglich waren, plötzlich anstrengend sein. Dann gilt es auf seinen Körper zu achten und ihm die nötigen Ruhepausen zu gönnen.
Sollten Sie Spaß an Ihrer Arbeit haben und sich nicht belastet fühlen, wirkt sich das eher positiv auf Ihr Befinden aus. Dies empfindet jeder Patient anders, so dass keine einheitliche Empfehlung möglich ist.

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Kann ich selbst mit dem Auto zur Strahlentherapie fahren?
Sich ans Steuer zu setzen ist aus versicherungstechnischen Gründen nicht empfehlenswert.
Auf keinen Fall selber fahren dürfen Sie bei einer Strahlenbehandlung des Gehirns oder einer Kombinationsbehandlung aus Strahlentherapie und Chemotherapie. Diese führt  möglicherweise zu Nebenwirkungen (z. B. Müdigkeit), die das Fahrvermögen einschränken.
Sollten Medikamente, insbesondere Schmerzmedikamente verabreicht werden, die die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen (Morphinpräparate, Beruhigungsmittel) darf man unabhängig von der Bestrahlung ebenfalls nicht selbst Auto fahren!

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Werden meine Fahrtkosten von der Krankenkasse übernommen?
Fahrten zur ambulanten Strahlentherapie werden durch die Krankenkasse übernommen, wenn Sie eine ärztliche Verordnung vor Beginn der Behandlung bei der Krankenkasse vorlegen und genehmigen lassen. Sollten Sie eine entsprechende Verordnung benötigen, sprechen Sie uns bitte rechtzeitig an. Unser Sekretariat stellt Ihnen nach Rücksprache mit den Ärzten die entsprechende Bescheinigung aus.
Bei Fahrten mit dem Taxi ist eine einkommensabhängige Selbstbeteiligung zu zahlen. Nähere Informationen darüber kann Ihnen die Krankenkasse geben. 
Bei Abschluß der Therapie erhalten Sie von uns unaufgefordert eine Aufstellung sämtlicher Termine, an denen Sie bei uns waren. Dieses Formular dient als Nachweis für die Krankenkasse, um die Abrechnung durchführen zu können.
Fahrten zu einer stationären Behandlung werden normalerweise ohne vorherige Genehmigung übernommen.

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Muss ich meine Ernährung während der Strahlentherapie umstellen?
Eine Ernährungsumstellung ist normalerweise nicht notwendig. Falls Bestrahlungen im Bereich der Mundhöhle, Speiseröhre oder Magen durchgeführt werden sollen, empfehlen wir wegen der Säurewirkung auf die Schleimhäute den Verzicht auf Fruchtsäfte. Bei manchen Medikamenten (Chemotherapie) muss auf Grapefruitsaft verzichtet werden, da die Wirkung sonst verringert würde. Bitte informieren Sie den Strahlentherapeuten, welche Medikamente Sie einnehmen.
Eine Gewichtsreduktion ist während der Behandlung von Tumorerkrankungen – zum Beispiel wegen Appetitmangel oder Schluckproblemenswa – nicht erwünscht! Leiden Sie unter einem solchen Problem, können wir Sie hinsichtlich Ihrer Ernährung beraten. Gegebenenfalls wird eine Unterstützung mit Flüssignahrung oder Infusionen nötig. Diese können in unserer Tagesklinik gegeben werden.

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Wie kann ich die Angst vor der Strahlentherapie bewältigen?
Die großen Apparate bei der Planung der Strahlentherapie und bei der Behandlung selbst machen vielen Patienten Angst. Dagegen hilft es meist schon, möglichst viele Informationen über die Erkrankung und Behandlung zu bekommen. Deshalb haben wir als allerersten Schritt das sogenannte Erstgespräch vorgesehen. Hier haben die Patienten Gelegenheit, mit dem Strahlentherapeuten über ihre Erkrankung und Therapie zu sprechen (Tumorausdehnung, Anzahl der Bestrahlungen, vorgesehener Bestrahlungsbereich, Begleitbehandlung, Heilungswahrscheinlichkeit, Nebenwirkungen der Therapie, Therapie der Nebenwirkungen, Nachsorge). Wir nehmen uns dabei so viel Zeit für Sie wie Sie brauchen. Fast immer können auf diese Weise schon Sorgen ausgeräumt werden. Zum Beispiel solche, die durch die vielen Halbwahrheiten ausgelöst wurden, die In der Bevölkerung kursieren und meist an die Erkrankten herangetragen werden. Falls Sie tief greifende, schwer im Arzt-Patienten-Gespräch zu klärende Ängste quälen, steht Ihnen der pyschoonkologische Dienst auch für eine längerfristige Betreuung zur Verfügung. Wichtig ist es auf jeden Fall, bestehende Sorgen so früh wie möglich mitzuteilen, auch während der Therapie.

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