27.03.2026

Amberger Pflegeschüler überraschen Senioren mit Bastelaktion und Karaoke

„Es war für uns so eine schöne und willkommene Abwechslung. Die jungen Leute waren auch durchwegs so nett, es hat uns wirklich Spaß gemacht", erzählt Brigitte. Sie ist Bewohnerin eines Seniorenheims in Amberg und Teil des Projekts „Spezielle Gesundheitskommunikation und -förderung in der stationären Langzeitpflege", welches künftige Pflegefachkräfte am Klinikum Amberg in Eigenregie organisiert haben. 22 Auszubildende der Berufsfachschule für Pflege, die sich alle im dritten Lehrjahr befinden, haben teilgenommen. Ausgewählt wurden dafür vier Seniorenheime aus der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach.
„Unsere Aufgabe war es in Kleingruppen gemeinsam mit den Bewohnern Aktionen zu organisieren. In unserem Fall haben wir eine Bastelaktion für Ostergläser und einen Karaoke-Tag organisiert. Uns ging es dabei vor allen Dingen darum mit alten Klassikern wie „Rote Lippen soll man küssen" Erinnerungen an früher bei den Senioren zu wecken. Einfach um schöne Gefühle." Auch bei der Gestaltung der Ostergläser war zu spüren wie sehr die Senioren die gemeinsame Zeit genossen haben. „Sie wurden kognitiv gefördert und haben gleichzeitig soziale Teilhabe gespürt. Die Freude darüber in ihren Gesichtern zu sehen war für uns ein schönes Gefühl", freut sich Auszubildende Jessica Guyer über den Erfolg des Projekts.
„Angefangen bei der Ideenfindung, der Absprache mit den Heimleitungen über Organisation und Budget, die Kontaktaufnahme zu den Senioren bis hin zur kompletten Durchführung des Projekts haben die Schüler alles vollkommen eigenständig durchgeführt", erklärt Schulleiterin Natascha Lasitschka. Ziel des Projekts sei es „Bleibendes als Erinnerung" oder „Greifbares" entstehen zu lassen. Die Bewohner der Seniorenheime sollen mittels geeigneter Methoden aus basaler Stimulation, Kinästhetik sowie anhand von Theorien nach Naomie Feil oder Tom Kitwood gefordert und damit gefördert werden. Theorie wird mit Praxis verzahnt.