MELDUNGEN

05.08.2013
„Zentrum für Gynäkologische Tumoren“ am Klinikum St. Marien Amberg zertifiziert
Knapp 30.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an bösartigen Tumoren der Eierstöcke, der Gebärmutter oder des äußeren Genitales. Solche Tumore werden „gynäkologische Tumore“ genannt. In Studien wurde nachgewiesen, dass betroffene Patientinnen die bestmögliche Behandlung solcher Tumore mit den höchsten Chancen auf Heilung in zertifizierten Krebszentren finden. Dies liegt auch daran, dass hier alle Parameter der medizinischen Ergebnisqualität und der Heilungsverlauf sehr engmaschig kontrolliert und überwacht werden. Seit 4 Jahren gibt es im Klinikum St. Marien unter dem Dach des zertifizierten onkologischen Zentrums ein „Zentrum für Gynäkologische Tumoren“. Dieses Zentrum erhielt nun die eigenständige Zertifizierung und Anerkennung durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Geleitet wird das Zentrum von Professor Dr. Anton Scharl, der unter anderem vom Magazin „Focus“ zu den besten Krebsexperten Deutschlands gerechnet wird.

 

Schon vor Jahren wurden die Strukturen für dieses Gynäkologische Krebszentrum am Klinikum aufgebaut. Die strengen Richtlinien und klar definierten Qualitätskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft, kurz DKG, wurden erfüllt und damit erfolgte nun die offizielle Anerkennung als zertifiziertes Zentrum, das von der DKG zur Behandlung von gynäkologischen Tumoren empfohlen wird.

 

In solchen onkologischen Zentren müssen alle nötigen medizinischen Disziplinen wie z.B. Radiologie und Strahlentherapie vorhanden sein. Außerdem gilt es, bestimmte Mindestzahlen bei der Behandlung von Krebserkrankungen vorweisen zu können. Das gewährleistet, dass die behandelnden Ärzte in einem Zentrum über eine wesentlich größere Erfahrung bei der Behandlung von Tumorerkrankungen verfügen als in anderen Kliniken. Hohe Qualitätsanforderungen werden erfüllt und die Patienten können besonders qualifiziert betreut werden. Ziel der Zentrenbildung ist es, die Versorgung von Krebspatientinnen und –patienten weiter zu verbessern.

 

Die Vorteile eines Gynäkologischen Krebszentrums am Klinikum St. Marien Amberg liegen auf der Hand: Die Kompetenz aller Experten aus den verschiedensten Fachrichtungen ist hier koordiniert gebündelt. So können die Qualität der Behandlung und damit auch die Therapieerfolge verbessert werden. Alle nötigen Fachrichtungen arbeiten als eingespieltes Team Hand in Hand zusammen – von der Vorsorge über die Diagnose und die anschließende Behandlung bis hin zur Nachsorge. „Wird beispielsweise bei der operativen Therapie des Eierstockes während der Operation festgestellt, dass bereits andere Organe von Metastasen befallen sind, kann sofort der jeweilige Experte hinzugezogen werden. So können wir bei der Patientin einen zweiten Eingriff vermeiden“, erklärt Prof. Dr. Scharl. Zur umfassenden, ganzheitlichen Behandlung und Versorgung der Patientinnen gehören bei Bedarf ebenso die psychoonkologische Betreuung, die Seelsorge und die Palliativmedizin. Die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen ist ebenfalls ein wichtiger Punkt in der ganzheitlichen Versorgung.

 

Jeder einzelne Experte bringt sein spezielles Fachwissen zum Wohle der Patientin mit ein. Die Untersuchungsergebnisse jeder Patientin werden von allen Experten in einer regelmäßigen Tumorkonferenz gemeinsam durchgesprochen, Therapiekonzepte werden dementsprechend individuell und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellt. Die kurzen Wege, die schnellere Kommunikation und die hohe Therapiequalität im „Zentrum für Gynäkologische Tumoren Amberg“ machen eine optimale Behandlung möglich und verbessern so die Überlebensrate der betroffenen Patientinnen enorm.




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