STROKE UNIT ST. MARIEN AMBERG

Das Herzinfarktnetzwerk Oberpfalz Mitte

 

Informationen für Patienten und Angehörige


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Was ist ein Herzinfarkt?

  •      ein plötzlicher Verschluss einer Ader, die das Herz mit Blut versorgt     
         (Herzkranzgefäß oder Koronararterie genannt) ist die Ursache
  •      meist durch eine Gerinnselbildung in einer vorgeschädigten Ader 
         bedingt     
  •      führt sofort zum Funktionsverlust und bald zu einem Absterben des 
         betroffenen Teils des Herzmuskels
  •      bedroht das Leben durch ein Pumpversagen des Herzens
  •      kann vor allem in den ersten Stunden zum plötzlichen Herzstillstand
         führen

Wer ist besonders gefährdet?

Häufiger bei Risikopatienten:

  •      Bluthochdruck
  •      Zuckerkrankheit
  •      hohe Blutfettspiegel
  •      Raucher
  •      schon bekannte Herzkranzgefäßerkrankung
  •      Herzinfarkt bei Blutsverwandten
  •      Geschlecht: Bei Frauen seltener vor der Menopause, bei Männern schon in
         jüngeren Jahren

Symptome

  •      meist starke ungewohnte Schmerzen, in der Brust, in den Armen, im
         Oberbauch, im Rücken, an der Halsvorderseite
  •      oft verbunden mit kaltem Schwitzen, Blässe, Übelkeit, Schwächegefühl und
         Angst
  •      bei Frauen häufiger auch Erbrechen
  •      in manchen Fällen Atemnot
  •      die Beschwerden dauern länger als 20 Minuten, werden auf Nitro nicht
         oder nur wenig besser

 

Gegen einen Infarkt spricht:

  •      direkte Abhängigkeit des Schmerzes von Körperhaltungen, von der
         Atmung (besonders bei Provokation durch tiefe Einatmung – pleuritischer
         und perikarditischer Schmerztyp)
  •      Auslösbarkeit durch lokalen Druck
  •      wandernder Schmerz

Erstmaßnahmen

  •      Ruhe bewahren
  •      Oberkörper eher erhöht
  •      Notarzt rufen (19222), nicht auf Hausarztbesuch warten - die Zeit drängt!
  •      Der Notarzt kann die Diagnose sofort stellen und wird die Vorbereitung
         des Behandlungsteams in der Klinik veranlassen
  •      Angehörige sollten beim Patienten bleiben
  •      Nicht mit Privat-PKW in die Klinik fahren! Nur der Notarztwagen hat die
         Ausrüstung, um plötzliche lebensbedrohliche Rhythmusstörungen und
         andere Komplikationen zu behandeln