MELDUNGEN

14.05.2019
Bilanz für das NeuroRadiologische Zentrum Nordostbayern
er Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und der häufigste Grund für eine bleibende Behinderung. Die Bezeichnung beruht auf einem „schlagartigen" Ausfall von Hirnfunktionen, meist ausgelöst durch eine Durchblutungsstörung im Kopf. Diese bewirkt, dass Nervenzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und innerhalb weniger Stunden absterben. Die Behandlung muss deshalb möglichst schnell erfolgen und es gilt der Grundsatz „Time is brain! – Zeit ist Gehirn!".

Bis etwa 2015 wurden Gefäßverschlüsse im Gehirn durch die Gabe eines Medikaments – die sogenannte Thrombolyse – aufgelöst. Diese Behandlung wirkt aber nicht in jedem Fall ausreichend gut. Für solche, meist schwerere Schlaganfälle, steht seit etwa 2015 die Möglichkeit der interventionellen Therapie über einen in die Leiste eingebrachten Katheter zur Verfügung, sie wird Thrombektomie genannt.

Um beide Behandlungsmöglichkeiten den Patienten in der Region Amberg/Weiden anbieten zu können, wurde 2015 das NeuroRadiologische Zentrum Nordostbayern (NRZ) als Kooperation der Kliniken Nordoberpfalz AG und dem Klinikum St. Marien in Amberg gegründet. „Dadurch konnte die Schlaganfallversorgung für die Patienten in der Region in den vergangenen dreieinhalb Jahren noch weiter verbessert werden", so Dr. Frank Huber, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum St. Marien Amberg.

Sowohl am Klinkum Weiden als auch in Amberg werden Schlaganfallspatienten in spezialisierten Stroke-Units behandelt. Durch die Zusammenarbeit im NRZ kann nun seit mehr als 3 Jahren neben der Thrombolyse die hochspezialisierte Katheterbehandlung durch die Kollegen der Neuroradiologie an beiden Kliniken durchgeführt werden. Der große Vorteil für die Patienten: Der Arzt kommt zum Patienten, ihm werden damit eine Verlegung und der damit verbundene Zeitverlust bis zur Behandlung erspart. Der Patient kann an der aufnehmenden Klinik unmittelbar nach der Diagnose zur Thrombektomie vorbereitet werden und der die Behandlung durchführende Experte ohne Verzögerung seine Behandlung beginnen.

Etwa 80 Patienten werden hierbei pro Jahr in den beiden Kliniken mit der Kathetermethode behandelt. „Wir verfügen mittlerweile über ein Team von sieben spezialisierten Radiologen, die einen Dienst rund um die Uhr über 365 Tage abdecken", betont PD Dr. Thomas Finkenzeller, Neuroradiologe und Leiter des NeuroRadiologischen Zentrums Nordostbayern.
„Unser Ziel mit der Gründung des NRZ war es, unseren Schlaganfall-Patienten in der nordöstlichen Oberpfalz diese hochspezialisierte Behandlung zugutekommen zu lassen" so der neurologische Chefarzt Dr. Angerer vom Klinikum Weiden. „Dank dieser hochqualitativen Versorgung vor Ort steigen die Chancen der Patienten, den Schlaganfall mit einem möglichst guten Ergebnis zu überstehen. Nebenbei macht die Zusammenarbeit der Spezialisten viel Spaß und läuft hervorragend", freut sich Chefarzt Dr. Huber.

Unter dem Dach des NeuroRadiologischen Zentrums Nordostbayern finden auch regelmäßig interdisziplinäre Fallkonferenzen statt, um den behandelnden Ärzten die besten Behandlungsempfehlungen geben zu können.
Auch Patienten mit Hirnblutungen, z. B. aus Aussackungen der Hirngefäße (Aneurysmata), können an beiden Standorten sowohl neurointerventionell (Coiling) durch PD Dr. Thomas Finkenzeller oder neurochirurgisch (Clipping) durch PD Dr. Hischam Bassiouni, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie in Amberg und Weiden, behandelt werden.
Die Kliniken sind telemedizinisch miteinander verbunden, so dass auch außerhalb der Regelarbeitszeit oder an Feiertagen eine schnelle Bildbetrachtung und eine umgehende Kommunikation für eine optimale Behandlung jederzeit möglich sind.

Nach 1000 Tagen fällt somit das Fazit der beiden Ärztlichen Direktoren, Dr. Harald Hollnberger (Klinikum St. Marien Amberg) und Dr. Thomas Egginger (Kliniken Nordoberpfalz AG) für das NeuroRadiologische Zentrum Nordostbayern äußerst positiv aus. Patienten mit schweren neurologischen und neurochirurgischen Krankheitsbildern können durch diese beispielhafte, hervorragende Zusammenarbeit in beiden Kooperationskliniken optimal versorgt werden.


Meldungen

27.05.2019
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„Natur und Zeit sind die beste Medizin" – unter diesem Motto lädt die Selbsthilfegruppe von Frau zu Frau am kommenden Donnerstag, den 23. Mai 2019, um 18 Uhr ins Klinikum St. Marien Amberg ein. „Die Beschäftigung in und mit der Natur ist oft die beste Medizin. Alle unsere Sinne werden aktiviert, die Kreativität sowie die Feinmotorik gesteigert. Durch den Kontakt mit anderen Menschen wird auch die Lebensfreude gesteigert", betont Irene Kraus, ausgebildete Gartentherapeutin und Floristin aus Edelsfeld.

Veranstaltungen

28.05.2019
Stilltreff
Datum: 28.05.2019
Zeit: 10 Uhr
Ort: Großer Seminarraum, 04. Stock 28.05.2019
Elterninformationsabend Geburt
Datum: 28.05.2019
Zeit: 19 Uhr
Ort: Speisesaal des Klinikums

Der Infoabend ist kostenlos und dauert etwa 2 Stunden.