15.03.2017
Seniorennetzwerk Kümmersbruck informiert sich über Palliativversorgung
Die Palliativversorgung in der Region ist jetzt Thema beim „Seniorennetzwerk Kümmersbruck“ gewesen. Dazu luden die Verantwortlichen Dr. Jochen Pfirstinger als Referenten ein. Er ist Onkologe und Palliativmediziner am Klinikum und leitet das PALLI VITA-Team, das auf die ambulante Versorgung von Palliativpatienten spezialisiert ist.

In seinem Vortrag erklärte der Mediziner allen Interessierten, die ins Kümmersbrucker Rathaus gekommen waren, die bestehenden palliativmedizinischen Strukturen: „Menschen, die an einer nicht heilbaren und fortgeschrittenen Erkrankung leiden, finden beispielsweise bei einem Hospizverein oder auf einer Palliativstation wie der im Amberger Klinikum Hilfe. Dort dreht sich alles darum, die Lebensqualität unserer Patienten zu verbessern und ihnen ihre Ängste zu nehmen. Unser Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten hilft den Patienten außerdem, belastende Symptome ihrer Erkrankung so gut wie möglich zu lindern.“

Seit Herbst 2016 gibt es am Klinikum St. Marien Amberg die Möglichkeit, dass Palliativ-Fachkräfte auch Patienten auf anderen Stationen betreuen und behandeln. „Das nennt sich ‚Palliativmedizinischer Dienst‘, kurz PMD“, schilderte Dr. Pfirstinger. „Er ermöglicht es uns, Patienten schon frühzeitig – bevor ein Aufenthalt auf der Palliativstation erforderlich ist – mitzubetreuen, die auf einer anderen Station noch unter Diagnostik oder Therapie stehen.“

Betroffen gemacht hat die Zuhörer, dass die Zeit auf einer Palliativstation für die Patienten begrenzt ist: „Aufgrund der Regelungen für die Krankenversicherungen sind unsere Patienten im Durchschnitt etwa acht Tage bei uns auf Station“, so Dr. Pfirstinger. „Danach gehen sie in ihr häusliches Umfeld zurück. Natürlich wird kein Patient mit weiter bestehenden Beschwerden entlassen. Außerdem kann eine weiterführende Unterstützung in den eigenen vier Wänden dann beispielsweise ambulant durch das PALLI VITA-Team geleistet werden.“

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Hintergrund:

Der Palliativmedizinische Dienst ist ein Konsiliardienst, der bei Weitem Nichts Alltägliches in Krankenhäusern ist: Das Amberger Klinikum ist unter den ersten zehn Kliniken in Bayern, an denen zusätzlich zu einer Palliativstation ein PMD eingeführt wurde. Seit dem 1. Oktober gibt es dafür eine Oberärztin und eine Pflegekraft, die Patienten mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung  wenn nötig auf allen Stationen des Klinikums palliativmedizinisch mitbetreuen, bei der Behandlung der Beschwerden und bei der Wundversorgung helfen und für Gespräche da sind.

Das PALLI VITA-Team versorgt seit dem 1. November 2016 schwerstkranke Patienten in der Stadt Amberg und in den beiden Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neumarkt.  Zum multiprofessionellen Team gehören palliativmedizinisch ausgebildete Ärzte und palliativpflegerisch geschulte Gesundheits- und Krankenpfleger(innen). Ziel ist es, den Patienten eine möglichst hohe Lebensqualität im häuslichen Umfeld zu ermöglichen und sie und ihre Familien dort palliativmedizinisch zu begleiten. Dafür arbeitet PALLI VITA eng mit niedergelassenen Ärzten, den Kliniken und Hospizvereinen, Pflegediensten und stationären Einrichtungen in der Region zusammen. Bei der Arbeit stehen die Bedürfnisse der Patienten stets im Mittelpunkt.




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