14.03.2017
Neurologie für Anfänger - Schulsanitäter besuchen Klinikum
Es kommt wie aus dem Nichts: Plötzlich zucken die Muskeln, der Körper krampft, dann kommt die Ohnmacht. So oder so ähnlich kann ein epileptischer Anfall aussehen. Er kann sich aber auch völlig anders äußern – je nach Art der Epilepsie: Manche Betroffene haben Verhaltensstörungen, wieder andere scheinen während eines Anfalles wie weggetreten. Damit sie wissen, was im Ernstfall zu tun ist, haben 16 Schulsanitäter des Erasmus Gymnasiums jetzt das Klinikum St. Marien Amberg besucht und eine kleine Fortbildung in Sachen Neurologie bekommen. „Ich finde es super, dass ihr euch als Schulsanitäter engagiert“, begrüßte Dr. Thorsten Heider, Oberarzt in der Klinik für Neurologie, die Schülerinnen und Schüler. „Oft ist für Laien bei medizinischen Notfällen die Hemmschwelle, zu helfen, sehr groß. Ihr seid gut vorbereitet und für den Notfall gerüstet – das ist sehr gut.“

In einem kurzen Vortrag gab es von Dr. Heider für die Schul-Sanis viele wichtige Informationen rund um das Thema „Schlaganfall“. Ein weiterer wichtiger Bereich in der Neurologie: die Epilepsie. Was ist das? Welche Symptome gibt es? Wie kann ich Betroffenen helfen? Darüber klärte Dr. Heider die Schüler auf: „Bei der Epilepsie entladen sich viele Nerven gleichzeitig – man spricht deshalb auch oft von einem ‚Gewitter‘ im Gehirn.“ Normalerweise dauert ein epileptischer Anfall höchstens ein paar Minuten und geht dann von selbst wieder vorbei. Deshalb ist es für Ersthelfer am Wichtigsten, den Betroffenen zu sichern „denn das Schlimme sind nicht die Krampfanfälle sondern die Verletzungsgefahr, die dadurch für die Epileptiker entstehen kann.“

Nach dem Vortrag ging es für die Nachwuchs-Sanitäter schließlich noch ins EEG-Labor des Klinikums. Dort wurde einer der Teilnehmer an das Elektroenzephalogramm (EEG) angeschlossen. Für die Untersuchung werden an Kopf und Körper Dioden angebracht, die die elektrische Aktivität des Gehirns messen. Eine solche Untersuchung dauert etwa eine halbe Stunde und ist komplett schmerzfrei. „Das EEG ist eine wichtige Untersuchung zur Diagnose von Epilepsie“, so Dr. Heider. „Dabei können wir eventuelle Unregelmäßigkeiten sehen, die uns zusammen mit anderen Untersuchungsmethoden wichtige Informationen über die Erkrankung liefern.“

Für die Schüler war der Besuch im Klinikum jedenfalls eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag: „Vor-Ort-Besuche wie dieser sind für unsere Schüler natürlich sehr interessant“, bedankte sich Andrea Renner, die Lehrkraft und „Ausbilderin“ der Schulsanitäter bei Dr. Heider. „So bekommen unsere Sanitäter Tipps von echten Fachleuten und können viel für den Alltag in der Schule mitnehmen.“


Meldungen

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Veranstaltungen

28.03.2017
Stilltreff
Datum: 28.03.2017
Zeit: 10 Uhr
Ort: Großer Seminarraum, 04. Stock 28.03.2017
Außensprechtag der Epilepsie Beratung Regensburg im Klinikum
Datum: 28.03.2017
Zeit: Terminvereinbarungen bitte vorab über das Sekretariat in Regensburg (Tel.: 0941/ 40 92 68 5)