08.06.2018
Wechseljahrbeschwerden nach Krebstherapie: Selbsthilfegruppe informiert sich im Klinikum
Altwerden ist nichts für Feiglinge – aber die Alternative ist schlechter. Dieses Zitat von Schauspieler und Entertainer Joachim Fuchsberger war das Fazit von Prof. Dr. Anton Scharl, dem Direktor der Frauenkliniken Amberg, Tirschenreuth und Weiden, bei seinem Vortrag zum Thema „Langzeitnebenwirkungen von Krebserkrankungen und deren Behandlung – Behandlung von Wechseljahrbeschwerden bei Krebspatientinnen“. Über diese Themen haben sich die Mitglieder der Gruppe Frauenselbsthilfe nach Krebs aus der Universitätsstadt Erlangen im Klinikum St. Marien Amberg informiert.

„Die Krebstherapie kann verschiedene Langzeitfolgen für Patientinnen haben“, so Prof. Dr. Scharl. Osteoporose, neurologische Störungen oder Hormonmangel sind nur einige von ihnen. „Der Hormonmangel beispielsweise wird durch eine Antihormontherapie verursacht: Der Tumor braucht zum Wachsen Hormone. Die Antihormontherapie bremst dieses Wachstum, allerdings führt die Behandlung bei den Patientinnen zu Wechseljahrbeschwerden.“ Diese Beschwerden können von Gelenkbeschwerden über Hitzewallungen bis hin zur Depression reichen. „Die gute Nachricht ist aber, dass den Patientinnen geholfen werden kann – vom Arzt und auch sie selbst können einiges tun, um sich besser zu fühlen“, erläuterte Prof. Dr. Scharl. Zum Beispiel Sport treiben, sich gesund ernähren oder sich selbst genügend Schlaf gönnen. „Neben verschiedenen Medikamenten für die unterschiedlichen Beschwerden können auch Akupunktur, Hypnose oder Yoga Linderung verschaffen.“

Nach dem Vortrag hatten die Mitglieder der Selbsthilfegruppe aus Erlangen natürlich auch noch die Möglichkeit, persönliche Fragen an den Experten zu stellen. „Wir organisieren regelmäßig solche Aktionen“, so Brigitte Stenglein, die 1. Vorsitzende der Selbsthilfegruppe. „Immer gehört ein kultureller und natürlich auch ein medizinischer Aspekt dazu. Wir freuen uns sehr, dass sich Prof. Dr. Scharl heute für uns Zeit genommen hat. Informationen von so einem Experten aus erster Hand sind für Betroffene besonders wertvoll.“


Meldungen

21.09.2018
„Goldiges“ Jubiläumsbaby: Aurelia ist die 1000. Entbindung
Aurelia heißt sie – die kleine Madame, die jetzt bei der 1.000 Entbindung am Klinikum St. Marien Amberg auf die Welt gekommen ist. Den Namen hat die Mama ausgesucht, und der ist beim Nachwuchs von Familie Gottschalk aus Amberg auch Programm: Aurelia bedeutet nämlich „die Goldene“. Und ganz goldig kuschelt sich die Kleine auch bei ihrer Mama in den Arm. „Sie ist schon seit der Geburt so entspannt“, freut sich Mama Julia. 14.09.2018
Ausstellung im Klinikum: Doris Keilberth zeigt „Zartes in Pastellkreide“
„Zartes in Pastellkreide“. Unter diesem Titel stellt Doris Keilberth einige ihrer Werke im Klinikum aus. Zur Vernissage am Montag, den 24. September 2018, sind um 19:00 Uhr alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Bilder sind bis Ende November im Klinikum zu sehen. Mit der Ausstellung möchte Doris Keilberth andere Patienten, die auch an Krebs erkrankt sind, unterstützen. Deshalb spendet die Hobbymalerin den Erlös an die „Integrative Onkologie“ am Klinikum.

Veranstaltungen

25.09.2018
Stilltreff
Datum: 25.09.2018
Zeit: 10 Uhr - 12 Uhr
Ort: Großer Seminarraum, 04. Stock 25.09.2018
Elterninformationsabend Geburt
Datum: 25.09.2018
Zeit: 19 Uhr
Ort: Speisesaal des Klinikums

Der Informationsabend ist kostenlos