30.11.2017
Psychoonkologischer Dienst feiert Jubiläum
Wichtiger Baustein in der Versorgung von Krebspatienten am Klinikum

Die Psychoonkologinnen des Amberger Klinikums, Johanna Stöcklmeier und Maria Carla Tealdi-Breitwieser, haben ihr 15-jähriges Jubiläum gemeinsam mit Patienten, Kollegen und Interessierten gefeiert.

„Krebs ist zwar keine reine Erkrankung der Seele, doch sind bei vielen Menschen reaktive seelische, psychologische, familiäre und soziale Probleme als Folge einer Krebserkrankung zu beachten“, weiß Maria Carla Tealdi-Breitwieser aus Erfahrung. „Zentrale Themen für die psychoonkologische Begleitung sind die Art und Weise, wie die betroffenen Patienten und deren Angehörige mit der Erkrankung umgehen, wie sie diese seelisch verarbeiten und wie sie ihre Ängste und Sorgen bewältigen. Dabei ist für uns wichtig, den Patienten zu helfen, ihre individuellen Bewältigungsstrategien zu finden“, so Johanna Stöckelmeier.

Wie das genau gelingt, erfuhren die Besucher des Jubiläumssymposiums. Außerdem gaben die beiden Psychoonkologinnen einen Rückblick auf die Anfänge ihrer Arbeit und erklärten, wie sich die Psychoonkologie im Allgemeinen und der Psychoonkologische Dienst am Klinikum im Speziellen seit dieser Zeit verändert haben: „2002 starteten wir unsere Arbeit mit einem Pilotprojekt speziell für Brustkrebspatientinnen“, erinnert sich Johanna Stöcklmeier. Damit ist ihre Arbeit ein wichtiger Baustein innerhalb der onkologischen Versorgung und innerhalb des Projekts „Integrative Onkologie“, bei dem der ganzheitliche Behandlungsansatz von Krebspatienten noch stärker in den Mittelpunkt rückt.

Gastreferentin Dr. Angela Grigelat zeigte im Anschluss anhand der Fachliteratur auf, wie sich die medizinischen und damit die gesellschaftlichen Fragestellungen innerhalb der letzten Jahre verändert haben: So sei die Diagnose „Krebs“ heute aufgrund der guten Heilungschancen in vielen Bereichen nicht mehr unmittelbar mit dem Thema „Tod“ verknüpft. Dafür verunsichere das Medium Internet und die Selbstrecherche vieler Patienten. Eine wichtige Aufgabe des Psychoonkologischen Dienstes sei es daher, Patienten Wege aufzuzeigen, wie sie sinnvolle Strategien finden, das Medium richtig für sich zu nutzen.

So beispielsweise durch das neue Projekt „Integrative Onkologie“, das zusätzlich zur Schulmedizin und der Psychoonkologie Angebote aus den Bereichen Ernährung, Bewegung, Entspannung und Naturheilkunde bieten möchte. Alles mit dem Ziel, Krebspatienten künftig noch besser im Kampf gegen Krebs zu unterstützen und dabei die Lebensqualität zu steigern.


Meldungen

14.11.2018
Krankenkasse unterstützt Integrative Onkologie: Erste Patienten nutzen komplementäre Angebote am Klinikum
Mit der „Integrativen Onkologie“ geht das Klinikum neue Wege bei der Therapie von Krebspatienten. Bisher wurde das Projekt aus Spenden finanziert. Mittlerweile konnte mit der DAK eine erste Kasse als Unterstützer gewonnen werden. Die ersten DAK-Patienten nutzen jetzt diese komplementären Angebote.



13.11.2018
Kinderpalliativteam besucht Bauernhof: Webasto-Mitarbeiter ermöglichen Ausflug
Ein Ausflug zum Hansen-Bauernhof in Paulsdorf ist jetzt für Familien, deren Kinder vom Kinderpalliativteam Ostbayern am Klinikum St. Marien Amberg betreut werden, auf dem Programm gestanden. Organisiert wurde der Ausflug vom Kinderpalliativteam, ermöglicht wurde er durch eine Spende der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Webasto.

Veranstaltungen

27.11.2018
Elterninformationsabend Geburt
Datum: 27.11.2018
Zeit: 19 Uhr
Ort: Speisesaal des Klinikums

Der Informationsabend ist kostenlos

27.11.2018
Stilltreff
Datum: 27.11.2018
Zeit: 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Ort: Großer Seminarraum, 4. Stock